Unsere BAWÜ Jugend im Trainingslager in Chroustovice

Vom 3.-7.8. war unsere Jungend im Trainingslager in Chroustovice in Tschechien.
Mit dabei waren Nils Kräuter, Finn Hanrath, Henrik und Zoe Strunz. Der folgende Bericht haben die 4 selber verfasst.

Montag:
Schon um 7:30 Uhr hieß es für die ersten: Abfahrt! Die Heimat wurde hinter sich gelassen, und der lange Weg nach Tschechien begann. Die Vorfreude war von Anfang an spürbar – jeder wusste, dass uns eine besondere Woche bevorsteht. Die Fahrt zog sich über viele Kilometer, doch die Stimmung blieb durchgehend positiv. Schritt für Schritt kamen wir unserem Ziel näher, bis wir schließlich gegen 17:30 Uhr ankamen – empfangen von einer beeindruckenden Hitze von 36 °C. Trotz der langen Reise war die Motivation sofort wieder da. Die Taschen wurden nur kurz abgestellt, denn viel Zeit zum Ausruhen blieb nicht: Der erste Trainingsworkshop stand bereits an. Der CIEP‑Trainer begrüßte uns mit einer Mischung aus Lockerheit und Professionalität. Um uns kennenzulernen und gleichzeitig einen ersten Eindruck von unserem Leistungsstand zu bekommen, ließ er uns zunächst Supermelée spielen. Die Atmosphäre war entspannt, aber konzentriert. Jeder zeigte, was er konnte, und der Trainer beobachtete aufmerksam, stellte Fragen und verschaffte sich ein Bild davon, wie wir technisch aufgestellt sind. Nach etwa einer Stunde intensiven, aber spaßigen Trainings ging es zum Abendessen. Die Hitze des Tages hing noch in der Luft, und das Essen war eine willkommene Pause. Anschließend begann die Freizeit – ein Moment, den viele nutzten, um mit den anderen Spielern ins Gespräch zu kommen. Es entstanden erste Kontakte, oder alte Bekanntschaften wurden wieder aufgefrischt (zwei waren letztes Jahr schon mit dabei), man tauschte Erfahrungen aus, sprach über Turniere, über Technik, über Ziele. Solange es hell war, gab es zudem genügend Möglichkeiten, weiterzuspielen oder einfach die Umgebung zu genießen. Wir waren in einem Schloss, welches als Internat dient, und gerade in den Sommerferien, mit dem Schlossgelände und dem Park, ideal war für ein solches Trainingslager, inklusive Unterkunft. Ein langer Weg, große Hitze, viel Training – und trotzdem war die Energie spürbar. Der Montag war nicht nur der Beginn der Reise, sondern der Auftakt zu einer Woche, die uns alle prägen wird.

Dienstag:

Am Dienstag, unserem ersten ganzen Tag und gleichzeitig dem heißesten der Woche mit 38 Grad, gingen wir um 7:30 Uhr frühstücken. Nach dem Aufwärmen, stand unsere erste morgendliche Trainingseinheit an. Es ging um das Gefühl für die Länge und um Vertrauen.

Bei der ersten Aufgabe stellten wir uns in einen Kreis, schlossen die Augen und liefen dann geradeaus auf eine Stange zu. Ziel war es, so nah wie möglich an sie heranzukommen. Die zweite Aufgabe bestand daraus, dass wir mit geschlossenen Augen einen Parcours bewältigen mussten, während uns eine andere Person mit Kommandos hindurchlotste.

Danach gab es Mittagessen und eine zweistündige Pause. Die Hitze war ziemlich unangenehm, aber wir hatten Glück: Das Training fand unter einer Allee mit viel Schatten statt. Wer wollte konnte sich im Pool abkühlen. In der Nachmittagssession lernten wir das richtige Stehen im Kreis und den richtigen Einsatz des Handgelenks.

Nach dem Training gab es abends noch ein freiwilliges Techniktraining vor dem Anbendessen, bei dem uns der CIEP-Trainer Petr Tipps für unsere Technik, sowohl im Legen als auch im Schießen gab… an dem haben alle 4 Teilnehmer mitgemacht.

Mittwoch:

Der Mittwoch begann wie gewohnt früh, denn bereits ab 7:30 Uhr gab es Frühstück. Um 9:00 Uhr startete die erste Einheit, bei der wir den Boden richtig lesen und das Donnée je nach Spielsituation passend setzen sollten. Wir spielten nach dem Aufwärmen in Dreier‑Teams und nutzten einen 50‑cm‑Kreis, um den Bereich zu markieren, in dem das Donnée platziert werden sollte. Jede Gruppe musste entscheiden, wo das Donnée sinnvoll liegt und wie sich der Boden auf die Spielsituation auswirkt. Nach einer intensiven Phase wechselten wir zum Anti‑Donnée. Dabei durfte das gegnerische Team den Kreis so legen, dass es dem spielenden Team möglichst schwer gemacht wurde. Der Kreis galt als „toter Bereich“, den man nicht nutzen durfte, wodurch realistische Drucksituationen entstanden, die viel Konzentration und taktisches Denken erforderten. Nachdem wir diese Übung gemeistert hatten, gingen wir hungrig und voller Eindrücke zum Lunch. Am Nachmittag wurde das Training noch präziser: Das Donnée durfte nur noch mit einem kleinen Stofffetzen von etwa drei Zentimetern markiert werden, was deutlich mehr Genauigkeit und Feingefühl verlangte. Anschließend ließ uns Petr, unser CIEP‑Trainer, ein normales Spiel spielen, bei dem wir die Inhalte der letzten Tage bewusst anwenden sollten. Nach dem Training folgten Freizeit und Abendessen. Um 20 Uhr hatten wir ein Treffen mit dem Sportpsychologen, der uns einen Einblick in die mentalen Prozesse während eines schweren Spiels gab. Wir erhielten Tipps, wie wir unsere eigenen Techniken finden können, um eine gesunde mentale Präsenz auf dem Platz zu entwickeln. Danach hatten wir erneut freie Zeit, die wir zum Spielen, Ausruhen oder Austausch nutzen konnten.

Donnerstag

Am Donnerstag beginnt unser Tag erneut früh: Um 7 Uhr stehen wir auf, und eine halbe Stunde später sitzen wir wie gewohnt beim Frühstück. Danach packen wir unsere Sachen zusammen, füllen unsere Trinkflaschen auf und machen uns auf den Weg zum Bouleplatz. Nach dem Aufwärmen ruft uns Petr vom CIEP zusammen und erklärt das Trainingsprogramm für den Vormittag. Heute sollen wir Matches im 3er‑Team spielen, bei denen nach jeder Aufnahme die Positionen rotieren. So kommt jeder einmal in jede Rolle. Später ergänzt Petr die Übung noch um eine zusätzliche Herausforderung:
Wir müssen eine bestimmte Anzahl an Kugeln legen oder schießen, bevor wir die Position wechseln dürfen. Um 12 Uhr gibt es Mittagessen: Dampfnudelklöße mit Fleisch. Anschließend haben wir eine Pause, in der wir uns ausruhen und neue Energie sammeln können. Um 14 Uhr startet die zweite Trainingseinheit. Nach einer kurzen Aufwärmrunde erklärt uns Petr das Prinzip der CIEP Rally Petanque, die wir nun spielen werden. Danach teilt er uns in Teams ein und diese wiederum in zwei Gruppen:
Die erste Gruppe beginnt mit Matches, die zweite mit verschiedenen Aufgaben und Stationen. Nach einer gewissen Zeit wird gewechselt, sodass jeder beide Teile durchläuft. Nach dem Training wartet das Abendessen auf uns: Nudelauflauf mit Ei und Speck.
Den restlichen Abend haben wir Freizeit, bis um 22 Uhr schließlich Bettruhe ist.

Freitag:

Der Freitag war der letzte Tag des Trainingscamps. Nach dem Aufwärmen teilte uns Petr noch einmal in neue 3er‑Gruppen ein. Das war wie immer besonders cool, weil man dadurch mit ganz unterschiedlichen Spielern aus Polen und Tschechien zusammenkam und sich austauschen konnte. Anschließend spielten wir Maxi‑Pétanque, eine Abwandlung des Mini‑Pétanque. Das Ziel besteht darin, die Kugeln in einen Kreis zu legen, um dort Punkte zu erzielen. Der Kreis ist dabei das einzige gültige Spielfeld, wodurch das gesamte Feld auf einen Durchmesser von nur 1 Meter zusammenschrumpft.
Diese Variante erfordert extrem präzises Legen und macht richtig Spaß, weil jeder Wurf zählt. Nach etwa 2,5 Stunden war das Training von Petr beendet. Danach fand die Siegerehrung der CIEP‑Rally- Pétanque sowie die Abschlusszeremonie statt. Die Organisatoren, Trainer und natürlich Petr wurden feierlich bedankt, und die Top‑3‑Teams der Rally wurden geehrt.
Auch Deutschland konnte sich dabei einen Platz auf dem Podest sichern, was für richtig gute Stimmung sorgte, da Nils mit dem kleinsten Tschechen ganz vorne stand. Im Anschluss gab es ein letztes Mal Lunch, und nach ein paar finalen Kugeln machten wir uns schließlich auf den Heimweg. Zum Abschluss möchten wir uns als Spieler noch einmal herzlich bei Anya, Rainer und allen Beteiligten bedanken, die uns diese coole und erlebnisreiche Woche ermöglicht haben.

Nachtrag Anya:
Der Tschechische Verband hat uns nach dem ersten Besuch im vergangenen Jahr dieses Jahr wieder eingeladen und darauf geachtet, das Angebot in die Ferien zu legen. Leider kam die EInladung recht spät so dass viele schon anderweitig verplant waren. Das Trainingslager ist eine super Möglichkeit spielerisch zu wachsen. Auch für mich war es dieses Mal besonders, ich hatte die Gelegenheit 9 Stunden Sportpsychologie im Petanque kennenzulernen, da die Tschechen nicht nur für Spieler, sondern auch für Trainer eine Fortbildungsmöglichkeit geboten haben. Da viele Dinge nur in Tschechisch vermittelt wurden, gilt mein persönlicher besonderer Dank an Petra und Martin für die dauernden Übersetzungen und natürlich an Iveta und Martin, sowie Martin für die Einladung und die Gastfreundschaft.

Ich bin stolz auf die BaWü Jugend und unsere Gäste aus Hessen, die sich vorbildlich präsentiert haben und super viel gelernt haben.

Die nächsten Termine

01.11.2026 35. Maultaschenturnier / 1. PC Rugeler Reutlingen | Reutlingen
01.11.2026 Jubiläumsturnier BPV Freiburg | Freiburg
07.11.2026 Winterturnierserie 2026/2027 | Rastatt
14.11.2026 Winterturnierserie 2026/2027 | Rastatt
14.11.2026 17. Glühweinturnier | Stutensee
14.11.2026 Supermelée in Kirchzarten | Kirchzarten
15.11.2026 Winterturnier des BA Ötisheim | Ötisheim
15.11.2026 Winterrunde Schorndorf/Welzheim 2026/2027 | Welzheim
21.11.2026 Bezirksmeisterschaften Mittelbaden 2026/2027 | Rastatt
21.11.2026 Bezirksmeisterschaften Mittelbaden 2026-2027 | Rastatt

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